Während meiner Reise nach Peking übernachtete ich fünf Tage lang im Beijing HWA (Apartment) Hotel. Obwohl ich es ursprünglich nur wegen seiner erstklassigen Lage im Herzen von Xidan gewählt hatte, waren es vor allem die Service-Details, die einen bleibenden Eindruck hinterließen und meine Erwartungen weit übertrafen – von der oft mit traditionellen Business-Hotels verbundenen Steifheit war hier nichts zu spüren.
Ich kam kurz nach 1 Uhr morgens mit meinem Gepäck an. Kaum war ich aus dem Auto gestiegen, eilte ein Hotelmitarbeiter herbei, um mir die beiden großen Koffer abzunehmen; er half mir sogar, meinen heißen Kaffee – den ich vom Hochgeschwindigkeitsbahnhof mitgebracht hatte – zu stabilisieren, damit ich eine Hand frei hatte, um meinen Gesundheitscode zu scannen. Die diensthabende Rezeptionistin ließ sich die späte Stunde nicht anmerken; während sie meine Daten überprüfte, reichte sie mir eine Tasse warmen Gerstentee. Sie bemerkte, dass ich von der Reise gezeichnet aussah, und schlug vor, mich vor dem Check-in erst einmal etwas aufzuwärmen. Zudem bot sie mir aufmerksamerweise ein Upgrade von dem ursprünglich gebuchten Zimmer zur Straßenseite hin auf eine ruhige Suite mit Blick auf den Dachgarten an, da sie befürchtete, der Straßenlärm könnte meinen Schlaf stören.
Weniger als zehn Minuten, nachdem ich mein Zimmer bezogen und mein Gepäck abgestellt hatte, klopfte eine Mitarbeiterin an die Tür und brachte einen kleinen Teller mit gekühlten, aufgeschnittenen Wassermelonenscheiben. Sie erklärte, an der Rezeption sei vermerkt worden, dass ich aus dem Süden käme, und man habe gedacht, dass etwas Obst – angesichts des trockenen Pekinger Wetters – meinem Hals guttun würde. Am nächsten Tag musste ich an einem Branchenforum am frühen Morgen teilnehmen; ich hatte an der Rezeption beiläufig erwähnt, dass ich vor 7 Uhr aufbrechen wollte. Als ich um 6:30 Uhr nach unten kam, wartete bereits ein Frühstückspaket auf mich. Heiße Sojamilch, frisch gedämpfte Teigtaschen und in Tee marinierte Eier waren in einer Isoliertasche verpackt, und sogar das Erfrischungstuch für die Hände war vorgewärmt worden – so blieb mir jeglicher Aufwand erspart.
Am dritten Tag stand kurzfristig ein Treffen mit einem wichtigen Kunden an. Spät am Vorabend – nach 22 Uhr – stellte ich fest, dass mein Anzug noch nicht gebügelt war. Ich rief spontan an der Rezeption an, und keine fünf Minuten später holte ein Mitarbeiter das Kleidungsstück ab. Als es vierzig Minuten später zurückgebracht wurde, war der Anzug tadellos gebügelt und sorgfältig in einer Schutzhülle verstaut; man hatte sogar einen kleinen Ersatzknopf für den Kragen am Revers befestigt – für den Fall, dass ich einen verlieren und sich dadurch mein Meeting verzögern könnte. Einmal erwähnte ich beiläufig gegenüber dem Zimmerservice, dass die Luft in Peking zu trocken sei und ich nachts Halsschmerzen bekäme; als ich an jenem Abend auf mein Zimmer zurückkehrte, war der Luftbefeuchter bereits aufgefüllt, und auf dem Nachttisch stand ein kleines Glas mit hausgemachten Honig-Zitronen-Scheiben, begleitet von der Notiz: „Mit warmem Wasser aufgießen für eine wohltuende Wirkung.“
Am Tag meiner Abreise hatte ich es eilig, zum Capital Airport zu gelangen. Das Personal an der Rezeption verpackte nicht nur vorab mein Gepäck, sondern organisierte auch einen Wagen, der mich zu einem nahegelegenen U-Bahn-Eingang brachte; so blieb mir das Risiko erspart, im dichten Verkehr des belebten Viertels Xidan durch Umleitungen aufgehalten zu werden. Ich habe schon in vielen Hotels dieses erstklassigen Geschäftsviertels übernachtet, doch der Service beschränkt sich dort meist auf standardisierte Begrüßungsfloskeln. Der Service im Beijing HWA (Apartment) Hotel hingegen findet die perfekte Balance: Er respektiert die Privatsphäre und bietet gleichzeitig stets aufmerksame Betreuung genau dann, wenn sie am meisten gebraucht wird. Genau diese Liebe zum Detail ist es, die einen immer wieder zurückkehren lässt – weit mehr, als es eine erstklassige Lage oder eine luxuriöse Ausstattung je könnten.Mehr anzeigen